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25. Juni 2010
41. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
Es geht aufwärts
Die ersten Saisonrennen waren sicher nicht das, was ich mir für dieses Jahr gewünscht habe. Leider setzte sich das beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring fort. Wir lagen super im Rennen, der Phoenix-Audi R8 LMS lief perfekt. Klar, wir lagen hinter dem Manthey-Porsche, doch generell waren wir in unserem Fahrplan und wer weiss, was noch gekommen wäre. Doch dann war ich der erste derer, die dem Verkehr zum Opfer fielen. Nach dem Sprunghügel am Pflanzgarten 2 änderte eines der kleineren Autos vor mir plötzlich die Spur und ich musste über den Randstein ausweichen.
Gut, das kommt vor und ich fuhr auch unbeeindruckt weiter. Doch dann eingangs Döttinger Höhe plötzlich ging nix mehr. Bei dem Ausweichmanöver hab ich mir auf dem Randstein den Motor beschädigt, das Öl lief aus und das war es. Eine Riesenenttäuschung, leider wieder kein Glück bei dem Rennen, was ich so gerne einmal gewinnen würde. Vorwürfe kann man niemandem machen. Der Wettbewerb ist so hart, dass man mit rumrollen im Regelfall nichts gewinnen kann, also muss man pushen. Gleichzeitig fahren alle Teilnehmer in den unterschiedlichen Klassen ein Rennen, so dass es auch einmal passieren kann, von einem langsameren Piloten übersehen zu werden. Hilft nicht zu philosophieren, es ist vorbei, im nächsten Jahr werde ich es wieder probieren.
Dafür ging es dann bei meinem Projekt GT1-WM in Brünn aufwärts. Endlich im dritten Rennen waren beide All-Inkl.com-Lamborghini konkurrenzfähig. Da schlagen dann natürlich zwei Herzen in meiner Brust, zum Einen das des Rennfahrers, zum Anderen aber auch das des Teammanagers. Bei letzterem war ich nach Brünn sehr zufrieden. Dominik Schwager und Nicky Pastorelli belegten im Qualifikationsrennen den vierten Rang und holten einen Tag mit Position sieben die ersten Punkte für unser junges Team. Auf der fahrerischen Seite ist es natürlich so, dass ich nun auch bald vom Aufschwung profitieren möchte. In Brünn war zwar auch unser bestes Saisonrennen, ganz rund lief es aber noch nicht. Und wenn du nur das kleinste Problem hast, kannst du bei dieser Leistungsdichte in der GT1-WM Punkte vergessen. Das wollen wir nun beim nächsten Lauf in Paul Ricard nachholen.
Und dann durfte ich doch noch in diesem Jahr erstmals ganz nach oben aufs Siegerpodest. Peter Mamerow kontaktierte mich vor dem vierten VLN-Lauf, ob ich mit Sohn Chris den vierten VLN-Lauf fahren wollte. Ich wollte und durfte auch. Die Truppe von Mamerow weiss auch, was sie tut, das ist ein hoch professionelles Team. Ich war erstmals mit dem Porsche GT3 R unterwegs, habe mich auf das Auto aber schnell eingeschossen und konnte die Pole-Position erreichten. Im Rennen lief dann alles glatt, in der letzten Runde konnte Chris dann noch „meinen“ Audi von Strietzel niederringen und der Sieg war uns. Ein sehr schönes Gefühl, mal wieder ganz oben zu stehen.
Ich hoffe, dass es nicht wieder fast ein Jahr dauert, bis es das nächste Mal soweit ist…