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4. September 2011

China

Schwierigkeiten beim 8. Lauf China

Am letzten Wochenende wartete eine weitere große Herausforderung auf mich und mein ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Team. Beim 8. Lauf zur FIA GT1 Weltmeisterschaft ging es nach Ordos in China. Der sehr kompakte Kurs in der inneren Mongolei sollte unseren Lambos eigentlich entgegenkommen. Unser großes Ziel war es deshalb dies zum Vorteil zu nutzen und den Abstand in der Fahrer-WM zu Krumm/Luhr in Nissan zu verkürzen und die Führung in der Teamwertung auszubauen.

Mit P3 im freien Training schien es zunächst so, als ob wir unser Vorhaben auch in die Realität umsetzen könnten. Im Qualifying wurde dann aber leider wieder alles schwierig. Markus fuhr in Q1 zwei Sätze Reifen um sicher ins Q2 zu kommen. So konnte ich nur einen neuen Satz fahren um noch die Chance auf die Poleposition wahren. Mit einer weiteren Runde auf dem gebrauchten Satz schaffte ich letztlich das Auto auf P8 noch durch Q2 zu bringen.
Markus (Winkelhock) setzte dann in Q3 alles auf eine Karte, ihm gelang eine gute Runde und er konnte unseren ALL-INKL Lambo letztendlich auf Rang 3 in der Startaufstellung stellen.

Eine gute Ausgangsposition fürs Qualifying Race am Samstagnachmittag.
Beim Start konnte mich einer der Sumo Power Nissian´s überholen und im Laufe des Stint´s ging auch Brabham auf dem zweiten Sumo Power Nissian noch vorbei. Auf Rang 5 liegend steuerte ich unsere Box zum obligatorischen Fahrer- und Reifenwechsel an. Markus kam zeitgleich mit dem Aston von Hexis auf die Strecke wurde von diesem mit einem Bodycheck auf Seite gedrückt. So konnten wir wenigstens den sechsten Platz und einen wichtigen Punkt einfahren. Wir hatten leider kein Auto zum angreifen sondern konnten uns nur verteidigen.
Das alles war ganz schön hart, aber es blieb wirklich fair.

Dann allerdings der Schock. Bei der obligatorischen technischen Abnahme nach dem Rennen wurde unser Auto als zu breit beanstandet. Letztlich blieb uns vor Ort aber nichts anderes übrig es so hinzunehmen, wie die technischen Kommissare es entschieden haben. Zurückversetzung auf den letzten Startplatz und der Verlust des Punktes senkte meine Laune auf den Jahres Tiefpunkt.

Unser Teamchef René Münnich gab dann aber Feuer frei für das Championship Rennen. Das konnten wir auch durchaus erfolgreich umsetzten. In einer furiosen Aufholjagd gekrönt von einem spitzen Boxenstop konnten wir uns nach dem Fahrerwechsel bis auf Rang 8 nach vorn schieben und somit noch ein paar Punkte aus Ordos entführen. In den letzten Runden kam es dabei zwischen mir und Michael Krumm zum harten Zweikampf wer vor wem letztendlich über die Ziellinie fährt. Ich konnte mich knapp behaupten und war natürlich froh darüber. Der Nissan von Krumm und Luhr hatte Probleme beim Boxenstopp. Das spielte uns zwar in die Karten, die Spitze in der Fahrerwertung ist aber noch enger zusammengerückt.

Leider mussten wir aber auch in der Team WM Federn lassen, die Führung abgeben und reisen nun als WM Dritte nach Peking zum Goldenportpark Circuit, wo schon am kommenden Samstag der 9. Lauf zu FIA GT1 Weltmeisterschaft stattfindet.

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